Auftakt der Demoreihe 2021

Am 26. Juni 2021 fand an zwei Orten gleichzeitig der Auftakt der Demonstrationsreihe der Kampagne #CriticalClimateAction statt.

Am norddeutschen Kernkraftwerk Emsland demonstrierte die Nulearia mit Eisbär Melty, Earth-chan und mitreißenden Reden vor der Kraftwerkskulisse. Der mdr war angereist, machte Filmaufnahmen und führte Interviews.

In Heilbronn trafen sich ab 10 Uhr die Mothers for Nuclear – die meisten sahen die jeweils anderen das erste Mal im echten Leben!

Die Mothers for Nuclear wollten damit bereits zwei Monate vor der Demonstration am nahe gelegenen Kernkraftwerk Neckarwestheim für die Teilnahme daran werben.

Schon zwei Stunden vor Beginn der Kundgebung waren die Mothers for Nuclear mit ihren T-Shirts, Plakaten und Flugblättern in der Fußgängerzone präsent. Zusammen mit ihren Unterstützern und Kindern haben sie Passanten angesprochen und über die Demonstrationen zum Erhalt der Kernkraftwerke informiert.

Am folgenden Montag erschien in der Heilbronner Zeitung ein Bericht mit Foto, in dem das Anliegen der Mothers und der Hinweis auf die noch folgenden Demos vor den Kraftwerken gut wiedergegeben war.

Mit minimaler Technik, aber maximaler Begeisterung hielten die Mothers ihre Reden, mit starken Argumenten, persönlichen Geschichten, mit Emotionen und Feuer. Danach gab’s viel Stoff für Gespräche zwischen Kundgebungsteilnehmern und Passanten.

Die vierfache Mutter und gebürtige Italienerin Paola Eckert-Palvarini äußerte ihre Verwunderung über die Deutschen. Die seien doch sonst Recycling-Weltmeister, hätten aber verboten, ihren Atommüll zu recyceln, während Russland damit bereits begonnen habe. Dr. Veronika Wendland erinnerte noch einmal daran, dass Baden-Württemberg auch mit billigen Strom aus Kernkraft ein solch wirtschaftsstarkes, wohlhabendes Bundesland geworden ist, genau wie Bayern. Zudem hat es noch weit bessere Luft durch die weniger nötigen Kohlekraftwerke.

Die Reaktionen der Passanten war durchweg gemäßigt, egal, ob Zustimmung oder Ablehnung, und oft auf eine schnelle Interaktion beschränkt. Die ganz große Pro-Kontra-Diskussion blieb zum Leidwesen der jüngeren Teilnehmer aus. Stattdessen gab es viel Nachdenklichkeit, witzige und gute Gespräche.

Vielen war überhaupt nicht bewusst, dass erstens schon länger für Kernkraft demonstriert wird, und zweitens, dass dies überhaupt nötig ist. Am wichtigsten war den Leuten das Argument der Versorgungssicherheit mit Strom und günstige Strompreise für den Erhalt des Wohlstands. Junge Leute auf das Klima und ihre Zukunft anzusprechen, erntete maximal höfliches Interesse.

Im Anschluss fuhren die Mothers for Nuclear und ihre Unterstützer zum Kraftwerk Neckarwestheim. Vor der herrlich in der Natur gelegenen Anlage gab es eine kleine Sporteinheit mit funktionellem Training. So aufgewärmt, performten die Mütter und ihre Unterstützer eine kleine Geschichte von der perfekten Energiewende.

Auf einem Spaziergang zum Werkstor des Kraftwerks erklärte Wissenschaftlerin Anna Veronika Wendland, die viele Kernkraftwerks-Revisionen mitgemacht hat, was drinnen gerade vor sich geht. Der Parkplatz war voll, aber das Kraftwerk wegen der Sicherheitsprüfung durch etwa 1000 externe Kernkraftwerker abgeschaltet. Die Revision in Neckarwestheim ist sogar noch umfangreicher als in anderen deutschen Kernkraftwerken. Sie sind ein Grund dafür, dass die deutschen Atomkraftwerke zu den sichersten der ganzen Welt zählen.

Nach einer Stärkung im Neckar-Grill verteilten die Teilnehmer in Neckarwestheim und Gemmrigheim, den beiden benachbarten Orten des Kernkraftwerks, hunderte Flugblätter in Briefkästen und an Passanten. Nach der Aktion ist vor der Aktion! Wir freuen uns schon aufs nächste Mal.

Wir kommen gerne wieder: Am 21.8.2021 sind wir noch einmal in Heilbronn und Neckarwestheim!

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